| Mit dem PRIX DARLEY ARABIAN, einem Flachrennen über 1'800 Meter und einer Dotation von CHF 5'000.- wurde die Rennsaison 2009 für die Arabischen Vollblüter abgeschlossen. Diesmal hiess der Sieger Banjo du Loup, der aus französischer Zucht stammt und im Besitz der Erbprinzessin zu Fürstenberg aus Deutschland steht. |
Der
Hengst Banjo du Loup (Darike x Nevadou) ist zur Zeit eines der stärksten
in Deutschland trainierten Pferde und befindet sich mit seinen fünf Jahren nahe
am Zenit seiner Karriere. Nach seinem zweiten Platz am 11. Oktober im DUBAI
– FRANKFURTER PARTNERSHIP CUP, einer internationalen Prüfung mit einer
Dotation von € 12'000.-, suchte er hier in Avenches als Favorit seinen zweiten
Saisonsieg. |
| oben: Banjo du Loup im Ziel vor Nil Ishan Ibn Al Sakbe. Foto: (c) Franja Schmid, www.araber-online.ch |
| Die weiteren Starter waren der dreijährige Schweizer Nil Ishan Ibn Al Sakbe (Al Sakbe x Nil Incipit) im Besitz von Patrick Glanzmann, die vierjährige Stute Kahrma (Dormane x Kahloucha) im selben Besitz, der dreijährige Suhaim (Dormane x Seceryna) aus den Niederlanden sowie der 3-jährige Ikarus (Itlal x Nil Nariadna) unter den Schweizer Farben des Stall Golden Arabians. |
Nach
dem Start übernahm Nil Ishan Ibn Al Sakbe leider nicht wunschgemäss die
Spitze und führte das Feld durch den ersten Bogen in die Gegengerade gefolgt
von
Kahrma, Ikarus und Banjo du Loup und Suhaim.
Ausgangs Schlussbogen wurde Nil Ishan Ibn Al Sakbe von Banjo du Loup
angegriffen und konnte sich trotz seiner langen Führungsarbeit und einem für
einen dreijährigen hohen zu tragenden Gewicht von 60.5 kg überraschend lange
verteidigen. Am Zielpfosten lag Banjo du Loup dann eineinhalb Längen vor dem
zweitplatzierten Nil Ishan Ibn Al Sakbe. |
| oben: Start zum Prix Darley Arabian, Foto: (c) Franja Schmid, www.araber-online.ch |
| Ein ausgezeichnetes Rennen lief der 3-jährige holländische Debütant Suhaim, der gegenüber Nil Ishan Ibn Al Sakbe mit 8,5 kg weniger Gewicht unterwegs war, in der Zielgeraden stark aufkam und knapp hinter Nil Ishan Ibn Al Sakbe Dritter wurde. Der Dormane Sohn Suhaim stammt aus einer der performantesten russischen Mutterlinien zurückgehend auf die 1923 geborene Stute Sapine, die vom russischen Gestüt Tersk aus Frankreich importiert wurde. Auch Suhaim’s 4-jährige Vollschwester Sharima war alleine dieses Jahr schon vier Mal siegreich und bestätigt das Potential dieser Linie. Beide Pferde sind im Besitz des Holländers Cornelius J. Mol, dem ehemaligen Stutbuchführer von Qatar. |
| Die Plätze vier und fünf gingen an Kharma und Ikarus. Mit diesem Rennen und einer weiteren Platzierung aus 4 Starts qualifizierte sich der erst 3-jährige Ikarus aus der Zucht von Bettina Werro in seiner ersten Rennsaison für die SZAP Leistungsprüfung Rennen. Auch die bereits letztes Jahr SZAP rennleistungsgeprüfte Stute Kahrma konnte sich dieses Jahr mit zwei dritten und einem vierten Platz aus vier Starts erneut für die Rennleistungsprüfung qualifizieren. |
Champion
Rennpferd 2009 der Schweiz
wurde Nil Ishan Ibn Al Sakbe, der als Dreijähriger eine beeindruckende
Leistungsbilanz mit 2 Siegen und 2 zweiten Plätzen aus 5 Starts mit
einer Gewinnsumme von CHF 12'000.- ausweist. Einzig in Europas bedeutendster
3-jähigen Gruppe 1 Prüfung im Wert von € 100'000.-, der QATAR TOTAL
FRENCH ARABIAN BREEDERS CHALLENGE in Paris, blieb er, leider gesundheitlich
viral angeschlagen, unplatziert. Mit seinem Palmares gehört der sich im
Training von Franziska Aeschbacher befindende Nil Ishan Ibn Al Sakbe
damit zu den besten Dreijährigen Europas.links: Champion Rennpferd 2009 Nil Ishan Ibn Al Sakbe im Einlauf geritten von Jockey Jean-Baptisite Hamel in vorbildlichem Stil. Foto: (c) Franja Schmid www.araber-online.ch |
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An dieser Stelle möchte ich
mich zum Abschluss der Rennsaison 2009 als Vertreter für die Schweiz in der
IFAHR (International Federation on Arabian Horse Racing Authorities) und als
Vorstandsmitglied der SZAP bei unseren Schweizer Besitzern und Züchtern für ihr
hohes Engagement im Araberrennsport bedanken und Ihnen für die Erfolge ihrer
Pferde ganz herzlich gratulieren. Mit ihrer langfristigen Unterstützung leisten
sie einen unschätzbaren Beitrag für die züchterische Entwicklung unserer Rasse
und tragen entscheidend dazu bei, den Schweizerischen Vollblutaraber im Markt
auch vermehrt als Sportpferd zu positionieren und ihn international
konkurrenzfähig zu machen. Urs Aeschbacher |
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